ANHANG 1: EINRICHTUNG EINER KONSULTATIONSGRUPPE

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Wählen Sie, wenn Sie sich für eine Konsultationsgruppe entscheiden, ein eindeutiges und transparentes Auswahlverfahren mit genau definierten und vertretbaren Kriterien. Die Qualität der Konsultation(en) wird weitgehend von einer glaubwürdigen Vertretung verschiedener Interessengruppen abhängen.

Mögliche Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer:

  • Glaubwürdigkeit
  • Kompetenz und Ortskenntnis in Entwicklungsfragen
  • Institutionelle Kapazität
  • Vertretung einer Randgemeinschaft oder -gruppe
  • Mitgliederorganisationen mit wirtschaftlichem und sozialem Schwerpunkt
  • Verantwortung gegenüber einer vertretenen Gemeinschaft oder Gruppe
  • Ausgewogenes Geschlechter- und Generationenverhältnis
  • Lage in städtischen, ländlichen oder abgelegenen Gebieten

Eine Bestandsaufnahme der Interessenträger auf nationaler und regionaler Ebene kann nützlich sein, um die Teilnahme der verschiedenen Interessengruppen festzulegen und ausgewogen zu gestalten, die Dynamik und die Querverbindungen zu bedenken, die sich auf die Konsultationen auswirken können, und sicherzustellen, dass keine Gruppe, die einbezogen werden sollte, vergessen wird.

Als Kriterien für eine solche Bestandsaufnahme können beispielsweise Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Wohnort (ländlich, Slums oder städtisch) und Wirtschaftsbranchen dienen, um der Situation und den Lebensbedingungen heterogener Großgruppen Rechnung zu tragen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Gruppen wie Jugendlichen, Wanderarbeitnehmern, Obdachlosen, Sexarbeiterinnen usw., die in der Regel nicht teilnehmen. Flexibilität ist geboten gegenüber Teilnehmern mit unvollständig ausgebildeten Kompetenzen oder Zeitzwängen (Verdienstausfall). Einige Teilnehmer/innen benötigen möglicherweise zusätzliche Zeit oder Unterstützung, um ihre Beiträge innerhalb ihrer eigenen Strukturen fertigzustellen, bevor sie sie im größeren Rahmen teilen. Bedenken Sie auch die persönlichen Sicherheitsrisiken für bestimmte Randgruppen.

VORBEREITUNGEN FÜR EINE KONSULTATIONSGRUPPE

Die folgenden Punkte können für die Ausarbeitung eines Konsultationsplans nützlich sein. Dies gilt insbesondere für die Wahrung der Grundsätze von Inklusion, Billigkeit und Verantwortung.

  • Werden bestimmte Gruppen unter Umständen aufgrund von Sachzwängen an der Teilnahme gehindert?
  • Unterscheiden sich die Beschlussfassungsverfahren der verschiedenen Interessenträger, z. B. in Bezug auf Vertretung, Befugnisübertragung und/oder Mehrheitsprinzip?
  • Wie können Kommunikationsmittel oder -kanäle auf die Werte, Normen und Sprachen der Interessenträger zugeschnitten werden?
  • Welche kulturell geeigneten Konsultationsverfahren sind denkbar?
  • Können wir uns auf bestehende, gut funktionierende Dialogformate oder -foren stützen, z. B. auf nationale oder zivilgesellschaftliche Verfahren?
  • Wie können wir die Informationen zu den Konsultationen so frühzeitig verbreiten, dass die Teilnehmer ausreichend Zeit zur Vorbereitung haben?
  • Wie können wir die Interessenträger, die für die Konsultationen Zeit und Mühe aufgebracht haben, über die Ergebnisse informieren? (Hinweis: Die zentralen Ergebnisse der Diskussionen werden auf einer globalen Plattform veröffentlicht.)
  • Welche Feedback-Verfahren sorgen dafür, dass die Interessenträger Anregungen oder Bedenken vorbringen können?

SCHRITTE ZUR LEITUNG EINER KONSULTATIONSGRUPPE

Allen Dialogen muss ein klares Konzept und ein eindeutiges Mandat zugrundeliegen, das je nach Zielgruppe angepasst werden kann (Sprache, Format). Alle Teilnehmer/innen müssen im Vorfeld Zugriff auf diese Informationen haben. In bestimmten Fällen kann der Moderator einen Ablaufplan für die Kommunikation mit den Teilnehmern vor der Konsultation erstellen.

Sobald der Zeitpunkt für die Konsultation feststeht, muss der Moderator:

  • das UN75-Anmeldeformular ausfüllen, das eine Kennnummer zur Nachverfolgung der verschiedenen Dialoge trägt.
  • die Teilnehmer über die Tagesordnung der Konsultation informieren und ihnen sonstiges Hintergrundmaterial zukommen lassen.
  • etwa 12 Personen derselben Kategorie (z. B. Jugendliche) einladen, wenn die persönliche Anwesenheit vorgesehen ist. Erfahrungsgemäß kommen dann 8-10 Teilnehmer zur Konsultation.
  • demografische oder sozioökonomische Angaben zu den Teilnehmern vermerken, darf sie jedoch nur mit deren Einwilligung weitergeben.
  • Fotos, Ton- und Videoaufnahmen zusammenstellen, die er dem Feedbackbogen beifügt, und die nach schriftlicher Zustimmung der Teilnehmer für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden können.
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