MACHEN SIE MIT BEIM UN75-GESPRÄCH: UND ZWAR SO:

ES IST UNSERE WELT. UND UNSERE ZUKUNFT. ES IST ZEIT, DASS WIR ALLE, HIER UND ÜBERALL, DARÜBER SPRECHEN, WIE UNSERE ZUKUNFT AUSSEHEN SOLL.

Zu ihrem 75jährigen Bestehen im Jahr 2020 lanciert die UNO mit ihrer Initiative „UN75“ einen weltweiten Gedankenaustausch. Sie wurde von UNO-Generalsekretär António Guterres ins Leben gerufen und wird voraussichtlich die bislang größte globale Diskussion über die Zukunft, wie wir sie uns wünschen.

In einer von grundlegenden Veränderungen und komplexen Herausforderungen wie der Klimakrise und beispiellosen demografischen oder technologischen Entwicklungen geprägten Welt ist gemeinsames Handeln notwendiger denn je. Im Rahmen der UN75 will die UNO die Weltbevölkerung dazu bewegen, darüber nachzudenken, wie eine engere internationale Zusammenarbeit bis 2045, wenn die UNO 100 wird, zu einer besseren Welt führen kann.

Am Scheideweg der Geschichte stellt UN75 drei zentrale Fragen:

1.

WELCHE ART VON ZUKUNFT WOLLEN WIR SCHAFFEN?

2.

SIND WIR AUF DEM RICHTIGEN WEG?

3.

WAS MUSS GETAN WERDEN, UM DIE GRÄBEN ZU ÜBERWINDEN?

Das Gespräch steht allen zur Beteiligung offen. UN75 will im Internet und auf herkömmliche Weise, im formellen wie informellen Dialog, möglichst viele Menschen erreichen, idealerweise in allen 193 UNOMitgliedstaaten. Sie sollen miteinander über ihre Hoffnungen und Ängste sprechen, aktuelle und künftige Risiken wie Chancen einschätzen und Lösungen für globale Zusammenarbeit vorschlagen.

Parallel dazu werden bei Meinungsumfragen und Medienanalysen statistisch repräsentative Daten erhoben. Die konsolidierten Ansichten und Ideen werden führenden Politikern vorgestellt und kontinuierlich verbreitet.

Für die UNO ist UN75 ein Jahr des Zuhörens und des Lernens. UN-Organisationen, Länderteams und wichtigen Interessenträgern kommt bei drei Maßnahmen eine zentrale Rolle zu:

MENSCHEN MITEINANDER IN KONTAKT BRINGEN

VERSCHIEDENE, INSBESONDERE WENIGER EINFLUSSREICHE GRUPPEN ZU EINEM NEUEN GLOBALEN DIALOG ZUSAMMENBRINGEN

IHREN STIMMEN GEWICHT VERLEIHEN

IHREN ANLIEGEN EIN FORUM UND AUFMERKSAMKEIT BIETEN

ZUM HANDELN ANREGEN

FEEDBACK GEBEN, LÖSUNGSANSÄTZE TEILEN UND VERFOLGEN

SO KANN DAS GESPRÄCH IN GANG GEBRACHT WERDEN:

„Gemeinsam können wir von den Völkern der Welt lernen, wie wir den globalen Herausforderungen unserer Zeit besser begegnen.“

Generalsekretär António Guterres

ECKDATEN: UN75 IM ÜBERBLICK

24. Oktober 2019

Vorstellung von UN75

2. Januar 2020

Offizieller Auftakt

26. Juni 2020

Tag der Charta der Vereinten Nationen

21. September 2020

UN-Vollversammlung 2020

24. Oktober 2020

Tag der Vereinten Nationen

31. Dezember 2020

Offizieller Abschluss

SCHRITT 1

MENSCHEN MITEINANDER IN KONTAKT BRINGEN

VERSCHIEDENE, INSBESONDERE WENIGER EINFLUSSREICHE GRUPPEN ZU EINEM NEUEN GLOBALEN DIALOG ZUSAMMENBRINGEN

Ab Ende 2019 können alle UN-Länderbüros mit den Vorbereitungen für UN75 beginnen. Wir haben keine Zeit zu verlieren: Möglichst viele Menschen sollten sich an der Formulierung unserer Hoffnungen und Ideen für die Zukunft beteiligen.

WER KANN DAS WORT ERGREIFEN?

Jeder kann bei UN75 mitmachen. Zu den allgemeinen Teilnehmerkategorien gehören:

REGIERUNGEN (NATIONAL, LOKAL, REGIONAL)
POLITISCHE ENTSCHEIDUNGSTRÄGER, z. B. ABGEORDNETE
JUNGE MENSCHEN, INSBESONDERE VON SCHULEN, UNIVERSITÄTEN UND LOKALEN WIE INTERNATIONALEN JUGENDBEWEGUNGEN
ZIVILGESELLSCHAFT – GENOSSENSCHAFTEN, GEWERKSCHAFTEN, NICHTSTAATLICHE GRUPPEN, BÜRGERBEWEGUNGEN usw.
GRÖSSERE WIE KLEINERE PRIVATUNTERNEHMEN
STIFTUNGEN
HOCHSCHULEN UND DENKFABRIKEN, INSBESONDERE IM RAHMEN BESTEHENDER FORSCHUNGSGEBIETE
MEDIEN: DIGITALE, TRADITIONELLE UND SOZIALE
DAS UN-SYSTEM (BÜROS UND EINZELPERSONEN)
REGIONALE ORGANISATIONEN
PRIVATPERSONEN
SONSTIGE WICHTIGE AKTEURE

Hierzu können sowohl Menschen zählen, die der UNO kritisch gegenüberstehen, als auch Gruppen, die möglicherweise selten wahrgenommen werden — Menschen mit Behinderungen, Migranten, Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Menschenrechtsaktivisten. Wichtig sind ebenfalls Beiträge von Vertretern von Glaubensgemeinschaften sowie gegebenenfalls traditioneller Autoritäten.

WIE KOMMT DER DIALOG IN GANG?

Geben Sie zunächst eine kurze, inspirierende Antwort auf folgende Fragen:

  • Warum sprechen wir miteinander?
  • Welchen Wert hat eine Beteiligung?
  • Welche Auswirkungen wird das haben?
  • Welche Maßnahmen kann ich ergreifen?

Weitere Informationen finden Sie unter „Häufig gestellte Fragen”.

TIPPS FÜR ERFOLGREICHE DIALOGE

  • Wählen Sie die optimalen Kanäle, um Teilnehmer zu erreichen.
  • Geben Sie Informationen offen weiter.
  • Entfernen/Überwinden Sie Hindernisse, die einer Teilnahme im Weg stehen.
  • Treffen Sie bei Bedarf Vorkehrungen zur Wahrung der Vertraulichkeit.
  • Machen Sie es nicht zu kompliziert und wirken Sie der „Konsultationsmüdigkeit“ entgegen, indem Sie Gespräche in bereits bestehende Veranstaltungen oder Foren integrieren — es soll Spaß machen und gesellig sein!
  • Erwägen Sie die gemeinsame Organisation von Dialogen mit wichtigen nationalen Partnern.
  • Ziehen Sie regelmäßig ein Fazit aus den gewonnenen Erkenntnissen.

SCHRITT 2

STIMMEN GEWICHT VERLEIHEN

IHREN ANLIEGEN EIN FORUM UND AUFMERKSAMKEIT BIETEN

Als größtes globales Gespräch verleiht UN75 den Stimmen der Menschen online und offline Gewicht — in Gemeinschaften, Schulen, Städten, Chefetagen und Parlamenten, über Ländergrenzen und Generationen hinweg. Die von den Teilnehmern aufgrund eigener Erfahrungen und Perspektiven vorgestellten Zukunftsszenarien werden zu Lösungsansätzen für gemeinsames Handeln.

WIE KANN MAN MITMACHEN?

Die Möglichkeiten, sich am Gespräch zu beteiligen, reichen von einer Kampagne in den sozialen Medien über eine einfache Kurzumfrage bis hin zu einer formelleren Gruppendiskussion.

Denkbar sind u. a. folgende Möglichkeiten:

  • Posten Sie das UN75-Video auf Ihrer Social-Media-Plattform und bitten Sie Ihre Freunde, Partner und Netzwerke, konkrete Pläne zu schmieden. Klicken Sie hier, um ein umfassendes Set von Kommunikationsmitteln und -konzepten zu erhalten.

Beteiligen Sie sich an der UN75-Kurzumfrage und leiten Sie sie weiter: beta.un75.online. Übermitteln Sie diese Adresse per SMS, sofern es diese Möglichkeit in Ihrem Land gibt.

Organisieren Sie eine informelle Debatte: Das ist überall möglich. Es ist unter Umständen sinnvoll, Ihre Unterhaltung an bereits bestehende Veranstaltungen, Konferenzen oder andere gesellige Events wie Gruppenaktivitäten, Mittagessen oder Kaffeepausen zu koppeln. Wenn Sie eine Tagung organisieren, bietet ein Live-Stream die Möglichkeit, auch von außerhalb zuzuhören und teilzunehmen.

Social-Media-Chats: Starten Sie einen einfachen Frage-und-Antwort-Thread über Twitter, Google Hangouts, Facebook usw. So erreichen Sie ein breites Publikum, in dem sich auch potenzielle Teilnehmer an der Konsultation finden werden. Chats sowie Frage-und-Antwort-Sessions sind auch bei Live-Veranstaltungen eine gute Option.

Online-Diskussionen: Das UN75-Team arbeitet derzeit an einer breit angelegten Online-Plattform zur Ausrichtung und Erleichterung digital moderierter Dialoge. Den UNO-Länderteams und Interessenträgern stehen hierfür auch alternative digitale Plattformen zur Verfügung.

Formelle Gruppendiskussionen: Sie zielen auf eine stärker gelenkte und strukturierte Reflexion ab, die in globale Schlussfolgerungen einfließen kann. Bei dieser Option ist ein ausführlicherer Feedbackbogen auszufüllen. Weitere Hinweise zur Leitung formeller Gruppendiskussionen finden sich in Anhang 1.

FRAGESTELLUNGEN ZUR ANREGUNG DES GESPRÄCHS

Wie sieht die Welt für Sie in 25 Jahren – wenn die UNO 100 wird – idealerweise aus? Was unterscheidet sie von der Welt von heute? Beschreiben Sie einen Tag in dieser Welt, die Sie sich in 25 Jahren vorstellen.

  • Welche Art von Zukunft wollen wir für unsere Kinder und Enkelkinder schaffen?
  • Wie wirken sich Wissenschaft und Technologie auf unseren Alltag aus? Werden alle Menschen fair und gleich behandelt? Wie arbeiten die Länder miteinander zusammen?
  • Werden Ihre Kinder und Enkelkinder Ihrer Meinung nach schlechtere oder bessere Chancen haben, als Sie selbst hatten? Werden sie beispielsweise in puncto Bildung oder Berufsaussichten besser oder schlechter gestellt sein?
  • Glauben Sie, dass die kommende Generation oder Sie selbst in sozialer, wirtschaftlicher und physischer Hinsicht mobiler oder weniger mobil sein wird/werden?
  • Erwarten Sie eine intaktere oder eine weniger intakte Umwelt? In welcher Hinsicht könnte die Umwelt sich verändert haben?

Bitte wählen Sie einen oder mehrere aus oder fügen Sie Ihren eigenen Bereich hinzu und diskutieren Sie in der Gruppe.

  • Klimawandel und Umweltfragen (z. B. Verschmutzung, Entwaldung)
  • Armut und Ungleichheit
  • Neue Technologien (z. B. soziale Medien, künstliche Intelligenz)
  • Demografischer Wandel (z. B. Bevölkerungswachstum, Bevölkerungsalterung, Migration, Verstädterung)
  • Sicherheitsbedrohungen (z. B. bewaffnete Konflikte, Cyberkriegsführung, Kriminalität und Gewalt)
  • Vertrauensverluste zwischen Regierungen sowie zwischen Bevölkerung und Regierungen?

Welche Maßnahmen sollten wir jetzt ergreifen, um künftigen Generationen eine bessere Welt zu hinterlassen?

  • Welchen Beitrag zu einer besseren Welt kann jeder Einzelne leisten? Was ist Ihr persönlicher Beitrag?
  • Wer muss tätig werden, um diese Entwicklungen zu steuern? Welche Rolle sollten die Regierungen dabei spielen? Die Wirtschaft? Die Zivilgesellschaft? Einzelpersonen? Sonstige?
  • Welche Art von Maßnahmen und Zusammenarbeit könnten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene erforderlich sein? Was könnten die UNO und andere internationale Institutionen hierzu beitragen? Wie können sie sich besser aufstellen?

TIPPS FÜR MODERATOREN

Bei informellen Gesprächen oder strukturierten Gruppendiskussionen kommt es auf den Moderator an. Hier einige Grundregeln:

  • Machen Sie deutlich, warum die Dialoge stattfinden, und wohin die Diskussion führen soll
  • Respektieren und erleichtern Sie den Austausch verschiedener Sichtweisen
  • Gehen Sie konstruktiv mit gegensätzlichen Meinungen und ungleichen Kräfteverhältnissen um
  • Richten Sie das Gespräch an den örtlichen Gegebenheiten aus
  • Prüfen Sie das Konsultationskonzept kritisch
  • Denken Sie an Aufzeichnungen und Feedback

HILFSMITTEL, UM DAS GESPRÄCH IN GANG ZU BRINGEN

Videos, Podcasts, Social-Media-Tools, Leitlinien für das Logo und vieles mehr finden Sie auf Trello.

Die folgenden Faktenblätter informieren über die dringendsten Themen des UN75-Teams:

Neue Technologie kann unsere Welt gerechter, friedlicher und besser machen. Gleichzeitig aber bedroht sie die Privatsphäre, erleichtert autokratische Lenkung und schürt Konflikte und Ungleichheiten. Unsere Besorgnis muss nicht unbedingt in Angst umschlagen. Wie frühere Generationen können wir – Regierungen, Wirtschaft und Einzelpersonen – entscheiden, wie wir neue Technologien nutzen wollen. Zum Guten oder zum Schlechten?

Klicken Sie hier, um zu den Hintergrundinformationen zu gelangen.

Konflikte und Gewalt haben sich seit Gründung der UNO vor 75 Jahren erheblich verändert. Die Konflikte fordern zwar weniger Tote, dauern dafür aber länger an. Häufiger stehen sich inländische Gruppierungen gegenüber als Staaten. Einige Teile der Welt verzeichnen immer mehr Tötungsdelikte. Morde an Frauen nehmen zu.

Im Zuge des technischen Fortschritts werden Bots, Drohnen und Echtzeit-Übertragungen als Waffen eingesetzt. Cyberangriffe, Ransomware und Datendiebstahl kommen hinzu. Gleichzeitig wird die internationale Zusammenarbeit brüchig, wodurch die weltweite Handhabe zur Verhütung und Beilegung von Konflikten und Gewalt jeder Form geschmälert wird.

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Weltweit wurden erhebliche Fortschritte bei der Verringerung der Armut erzielt: In den letzten drei Jahrzehnten konnte sich mehr als eine Milliarde Menschen aus extremer Armut befreien. Dennoch hat sich der Einkommensanteil der ärmeren Hälfte der Menschheit in diesem Zeitraum kaum verändert, obwohl sich die weltweite Wirtschaftsleistung seit 1990 mehr als verdreifacht hat. Ungleichheiten untergraben den wirtschaftlichen Fortschritt, wodurch die soziale Kluft, die durch Ungleichheiten entsteht, noch breiter wird.

Ungleichheiten aufgrund von Einkommen, Geografie, Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Behinderung, sexueller Ausrichtung, Klasse und Religion, die bestimmend sind für den Zugang zu Ressourcen, für Perspektiven und Erfolg, bestehen innerhalb der Länder und zwischen ihnen fort. In einigen Teilen der Welt werden diese Unterschiede immer ausgeprägter. Unterdessen werden neue Risse in Bereichen wie dem Zugang zu Online- und Mobiltechnologien deutlich.

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Der Klimawandel ist die zentrale Krise unserer Zeit. Das Klima verändert sich sogar schneller als befürchtet. Diese globale Bedrohung ist jedoch alles andere als eine Fatalität. Im September warnte Generalsekretär António Guterres, „dass der Klimanotstand unaufhaltsam näher rückt. Wir können den Wettlauf gegen den Klimawandel aber noch gewinnen“.

Kein Fleck unserer Erde ist vor den verheerenden Folgen des Klimawandels sicher. Steigende Temperaturen führen zu Umweltschäden, Naturkatastrophen, extremen Wetterverhältnissen, unzureichender Ernährungs- und Wassersicherheit, wirtschaftlichen Problemen, Konflikten und Terrorismus. Der Meeresspiegel steigt, das Polareis schmilzt, die Korallenriffe sterben, die Meere werden sauer und die Wälder stehen in Flammen. Es liegt auf der Hand, dass wir nicht einfach so weitermachen können. Die Kosten des Klimawandels steigen ins Unermessliche. Es ist an der Zeit, mit vereinten Kräften mutig zu handeln.

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Bis 2050 dürfte die Weltbevölkerung von derzeit 7,7 Milliarden um zwei Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden ansteigen. Bis Ende des Jahrhunderts dürfte sie angesichts sinkender Geburtenraten einen Höchststand von fast 11 Milliarden erreichen. Experten gehen davon aus, dass die Menschen bis dahin immer mehr in Städten leben werden. Es wird weniger Kinder unter 5 Jahren als Menschen über 64 geben.

Etwa die Hälfte des weltweiten Bevölkerungswachstums bis 2050 wird voraussichtlich auf nur neun Länder entfallen: Indien, Nigeria, Pakistan, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Ägypten und die Vereinigten Staaten von Amerika (in absteigender Reihenfolge). In Subsahara-Afrika dürfte sich die Bevölkerung verdoppeln, während sie in Europa wohl schrumpfen wird.

Gleichzeitig sind große Wanderungsbewegungen zu erwarten. Während der Anteil der internationalen Migranten in den letzten 20 Jahren bei rund 3 % der Weltbevölkerung geblieben ist, ist ihre Zahl seit 2000 um mehr als die Hälfte gestiegen. Indessen ist die Zahl der Menschen, die aufgrund langwieriger Konflikte ihre Heimat verlassen mussten, stark angestiegen und könnte im Zuge des Klimawandels und der Umweltzerstörung weiter zunehmen. Von den Flüchtlings- und Migrantenströmen wird vorwiegend der Globale Süden betroffen sein.

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Damit alle Dialoge erfasst werden, bitten wir Sie, das Anmeldeformular auszufüllen, das Sie auch auf unserer Website UN75.org finden. Hiermit ist eine individuelle Kennnummer verbunden.

SCHRITT 3

ZUM HANDELN ANREGEN

FEEDBACK GEBEN, LÖSUNGSANSÄTZE TEILEN UND VERFOLGEN

Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und ihren Stimmen Gewicht zu verleihen, dient einem übergeordneten Ziel: zum Handeln im Sinne einer besseren Zukunft anzuregen. Die im Rahmen von UN75 hervorgebrachten Ideen sollen

  • in die öffentliche Debatte einfließen
  • von nationalen und internationalen Entscheidungsträgern aufgegriffen werden
  • ein breiteres bürgerschaftliches Engagement bewirken
  • zu einer Intensivierung der globalen Zusammenarbeit führen

Jedes Gespräch bietet Gelegenheit, Menschen dazu zu ermutigen, entsprechend ihrem Wissen und Können selbst tätig zu werden.

Sowohl formelle als auch informelle Dialoge können Einsichten und Nachweise hervorbringen, die für nationale und internationale Organisationen von Nutzen sind. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen u. a. in neue Programme, Investitionen, Partnerschaften oder Kampagnen einfließen.

Die zentralen Ergebnisse der Diskussionen werden auf einer globalen Plattform veröffentlicht.

Die eingegangenen Meinungen und Ideen werden führenden Politikern und hochrangigen UNO-Beamten bei einer prominenten Veranstaltung im Rahmen der 75. UN-Vollversammlung im September 2020 vorgestellt. 

AUFZEICHNUNG DER ERGEBNISSE

Dialoge, die in irgendeiner Form festgehalten werden, sind glaubwürdig, können auf verschiedenen Ebenen nachempfunden werden und bilden eine Handlungsgrundlage. Zu den typischen Formen der Dokumentation gehören:

  • Angaben zu Teilnehmern und Auswahlkriterien
  • Relevante demografische Angaben
  • Video- und Tonaufnahmen mit Erfahrungsberichten von Teilnehmern
  • Fotos und/oder Berichte von der Konsultation
  • Social-Media-Daten
  • Berichte der Berichterstatter
  • Eine analytische Zusammenfassung mit den zentralen Ergebnissen

Für formelle Gruppendiskussionen wird ein Moderator-Formular angeboten, auf dem Informationen zentral erfasst und analysiert werden können. Teilnehmer/innen an Gesprächen aller Art können über ihren Moderator oder über die UN75-Website Feedback abgeben.

VALIDIERUNG DER ERGEBNISSE

Die Feedbackbögen und die UN75-Website bieten Gelegenheit, die Ergebnisse zu validieren und Anregungen oder Bedenken in Bezug auf das Verfahren vorzubringen.

Die Ergebnisse können auch durch die Verbreitung von Sitzungsberichten oder Umfrageergebnissen und die Anforderung zusätzlicher Beiträge leicht validiert werden. Bei Gruppendiskussionen und Tagungen kann die Validierung in Form visueller Mittel erfolgen, die eine unmittelbare Reaktion auf Teilnehmerbeiträge erlauben.

MÖGLICHST UMFASSEND KOMMUNIZIEREN

Eine überzeugende Kommunikation ist während der gesamten UN75 sowohl bei individuellen Konsultationen als auch in allen Medienformaten von entscheidender Bedeutung. Die Gesichter und Berichte der Teilnehmer/innen machen die Themen lebendig, beeinflussen die öffentlichen Debatten, die wiederum zum Handeln anregen können. Bei der Dokumentation und Validierung von Dialogen ist es sinnvoll, Menschen, Geschichten und Social-Media-Threads von großer Wirkungsbreite im Auge zu behalten. Arbeiten Sie mit Kommunikationsteams zusammen, um deren Einflussmöglichkeiten bestmöglich zu nutzen.

Zur Gestaltung nationaler Kommunikationsstrategien verweisen wir auf die globale Kommunikationsstrategie und die UN75-Kommunikationsmittel.